Geschichte im Baybachtal
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Nachfolgend möchte ich ein paar Gedanken über den Ursprung des Baybachtales und die geschichtliche Entwicklung notieren. Ich möchte dabei nicht so vermessen sein, und "Die Geschichte des Baybachtales" notieren ... das geht nämlich nicht. Die Geschichte des Baybachtales geht so weit zurück, das sich darüber nur Vermutungen anstellen lassen -- ich suche die Diskussion -- wer also auf seinem Regal oder in seinem Bücherschrank ein paar Quellen zu diesem Thema hat, möge sie mir bitte zusenden -- WIR werden dann hier sammeln. |
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Die Frühzeit Das Baybachtal ist eine geologisch interessante Formation. Im oberen Abschnitt ist das Landschaftsbild durch weitläufige, wellenförmige Aufschiebungen geprägt, der MIttelteil besteht aus großen Schieferschollen, welche sich durch frühzeitliche Aktivitäten aufschoben und das entstehende Tal eng zusammenrücken ließ. Der Baybach selbst hat sehr in diesem Teil zur Formung beigetragen, hat er sich doch in steter Manie immer tiefer in den Fels gegraben -- ein Vergleich mit dem GRAND CANYON in Colorado liegt nahe. |
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Gelehrte Geologen mögen nun schmunzeln ... ich bin auf Ihre Kommentare gespannt und erwarte mit Freuden Ihre Email. |
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Tja, fangen wir nun mal an, ein wenig das Bild des Baybachtales um ca. 1000 n. Chr. zu zeichnen: |
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Wenn wir an die Bilder des Mittelalters denken, denken wir wahrscheinlich in Metaphern, die wir durch populäre Werke von Ken Follet "Die Säulen der Erde" oder Umberto Ecco's "Im Namen der Rose" kennen. Ich halte diese Werke noch für viel zu geschönt: Wahrscheinlicher ist jedoch, das alles, was der Mensch tat, nur seinem Überleben diente: Der Mensch lebte von und mit der Umwelt, in der er lebte. Dabei darf man nicht den Fehler machen, diese Menschen in Ihrem Handeln als “primitiv” zu bezeichnen – Ihre Zeit hatte Ihr Handeln und unsere Zeit hat unser Handeln. Handel war sehr verbreitet – man erinnere sich an den römischen Pfennig, der bis an die Nordseeküste Handelswährung gewesen ist – Handelsgüter waren nicht nur Gewürze, sondern Stoffe, Fleisch, Bier,Brot, Bücher oder Schmuck. Die Menschen im Mittelalter waren sehr gläubig, wobei die Christenreligion nur eine Möglichkeit des Glaubens darstellte. Sie hatten sehr viel Angst, viele natürliche Dinge konnten sie sich damals nicht erklären – können wir heute auch noch nicht – und schrieben diese überirdischen Dämonen zu. Aus unserer heutigen Sicht waren die Menschen wohl damals arm, sie hatten als wichtigstes Gut ihre Arbeitskraft. Vielleicht besaßen sie in Ihrer Kate ein Schwein, eine Kuh (man erinnere sich an die Fernsehfamilie, die im Schwarzwald die Jahrhundertwende "spielte"). |
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Fortbewegung fand zu Fuss statt, 40km Entfernung war eine Tagesreise. Wichtige Handelswege waren die Handelswege Mosel & Rhein, die Achsen Trier Koblenz und Koblenz--Bonn--Köln-- oder Koblenz St Goar (Loreley!!). Betrachtet man nun die Geografie, entpuppt sich mit damaliger Blickweise von Koblenz die Mosel hochkommend das Baybachtal als längste, am einfachsten zu überwindende Steigung auf das Hochplateau des Hunsrück hinauf. Dort angekommen, konnte man ebenfalls wieder schnell und einfach in das Rheintal absteigen, um bei Oberwesel oder bei St. Goarshausen auf den Rhein zu treffen. (Quelle: Backes). Wer damals mit Handkarren reiste, dem ersparte der Weg durch das Baybachtal schnell mehrere Tage Reisezeit für die 100km "drumherum" über das (heutige) "deutsche Eck". Vielleicht mag es andere Reisewege auf den Hunsrück hinauf gegeben haben, diese Erklärung mutet mit den Orten Kastellaun, Oberwesel, Pfalzfeld usw. als die plausibelste. Dabei gibt es viel Zeugnis über Wegelagerei – Geschichten vom Schinderhannes sind wohl die bekanntesten, die Geschichte der Burg Waldeck ist ebefalls blutig. Geht man heute durch das Tal unterhalb der Burg, lässt sich noch sehr eindrucksvoll alte Geschcite erleben: Es existiert noch die alte Bogenbrücke, welche die Überquerung des Baches in Richtung Beulich ermöglicht, der Wanderweg ist gesäumt von in den Fels gehauenen Breschen, um mit einem Karren fahren zu können – Karrenspuren selber sind ebenfalls im Felsen ein Stückchen abwärts der SchmauseMühle auszumachen. Man findet auch Reste von Grundmauern inmitten der Steilhänge, wo einst wohl Behausungen gestanden haben.
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An der Stelle der Schulheiser Mühle trafen sich nun die Wege aus Gondershausen (hinter der Kapelle geht der alte Weg immer noch schnurstracks auf die Kirche von Gondershausen zu), auf der anderen Bachseite ging's Richtung Kastellaun über das heutige Bickenbach.
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Springen wir nun ein paar Jahrhunderte. 1700 -1850 An dem Handelsweg werden sich mit Sicherheit schon sehr frühzeitig Häuser oder Katen befunden haben. Es wurde in dem Tal die Burg Waldeck gebaut, die Mühlen, die wir heute kennen stammen aus der Zeit von 16.., 17.. usw. . Das Tal war kahl, die Hänge ohne Wald -- der Stockschlag wurde zum Kochen und / oder heizen benötigt. |
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Im 17 Jahrhundert stellte das Baybachtal die politische Grenze zwischen den Gebieten der "Hinteren Grafschaft Spandau" und den zu Kurtrier gehörenden Ländereien. (Backes). |
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In der "Klamm" ist der damalige Weg / Pfad noch gut zu erkennen. |
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... hier wird weitergeschrieben, sobald wieder dafür Zeit ist. |
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18.05.2011 Heute habe ich wieder was dazugelernt. Durch WIKIPEDIA. Der EIntrag dort http://de.wikipedia.org/wiki/Baybach führt einen Artikel aus der Zeitschrift "Köpfchen" auf, der eine Abhandlung über die Erzgruben im Baybachtal beinhaltet. (lesen hier). |
| Sehr interessant. |